Berechnen Sie das Kondensationsrisiko an Innenoberflächen durch Vergleich von Taupunkt und Oberflächentemperatur. Unverzichtbar für Bauphysik, Wärmebrückenanalyse und Schimmelprävention.
Das Kondensationsrisiko sagt voraus, ob Fenster oder Wände schwitzen. Es vergleicht die Oberflächentemperatur mit dem Raumtaupunkt.
1D stationäre Wärmeübertragung. Kondensation wenn T_Schicht ≤ Taupunkt innen.
Beschreiben Sie den Wandaufbau von innen nach außen als Schichtstapel, jede Schicht mit ihrem Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert in m²K/W) — Oberflächenwiderstände, Konstruktion und Dämmung können bearbeitet, hinzugefügt oder entfernt werden. Geben Sie dann Innentemperatur, innere relative Luftfeuchtigkeit und Außentemperatur ein; die Standardwerte modellieren ein 20 °C, 50 % rF-Innenklima gegen eine 0 °C-Außentemperatur.
Das Tool ermittelt zunächst den Taupunkt der Innenluft und erstellt anschließend ein eindimensionales stationäres Temperaturprofil durch den Wandaufbau: Die Temperatur an jeder Schichtgrenze fällt proportional zum kumulierten Anteil am Gesamtwiderstand ab: T = T_innen − (T_innen − T_außen) × (R_kumuliert / R_gesamt). Jede Grenzfläche, die auf oder unter dem inneren Taupunkt liegt, wird als Kondensationsrisiko markiert.
Eine Markierung tief im Aufbau weist auf Tauwasserausfall im Innern hin — Feuchtigkeit kondensiert innerhalb der Konstruktion, kann Dämmung sättigen und verstecktes Schimmelwachstum fördern. Durch Ändern von Schichtfolge, Außendämmungs-R-Wert oder Innenraumfeuchtigkeit lässt sich beobachten, wie das Temperaturprofil relativ zum Taupunkt verschoben wird — ein nützliches Erstscreening vor einer vollständigen hygrothermischen Analyse.
Kondensation entsteht, wenn die Wandoberfläche kühler ist als die Taupunkttemperatur der umgebenden Raumluft, sodass Wasserdampf zu flüssigem Wasser wird.
Der Taupunkt ist die Lufttemperatur, bei der Sättigung einsetzt; die Oberflächentemperatur ist die tatsächliche Temperatur der festen Oberfläche. Liegt sie darunter, beginnt Kondensation.
Erhöhen Sie den Wärmewiderstand der Außenwand durch Innendämmung, verbesserte Fensterrahmen oder thermisch getrennte Profile, damit alle Oberflächen über dem Taupunkt bleiben.
Höhere relative Luftfeuchtigkeit erhöht den Taupunkt und vergrößert das Risiko, dass Oberflächen darunter fallen. Zielwert für Wohnräume: 40–60 % relative Feuchte.