Fühl- und Latentwärme sowie Gesamtwärmelast und SHR für HVAC-Systeme berechnen. Präzise Kühlregister-Auslegung mit dem Fühlwärmeverhältnis.
Die Heiz-/Kühllast ist die Leistung, die ein HLK-System benötigt. Ähnlich wie zu wissen, wie groß der Ofen sein muss, um eine Riesenpizza zu backen.
SI: Q_s = 1.21 × L/s × ΔT(K). Imperial: Q_s = 1.08 × CFM × ΔT(°F).
Wählen Sie SI- oder Imperialeinheiten, geben Sie dann den Volumenstrom sowie die Temperaturdifferenz und Wassergehaltsdifferenz zwischen zwei Luftzuständen (z. B. Rückluft und Zuluft) ein. Im SI-Modus berechnet das Tool die Fühlwärme als Qs = 1,21 × Volumenstrom (L/s) × ΔT (K) und die Latentwärme als QL = 3010 × Volumenstrom × ΔW (kg/kg), beide in Watt.
Die Faktoren 1,21 und 3010 sind Standard-Luftkoeffizienten: Sie fassen Dichte, spezifische Wärme und Verdampfungswärme des Wassers in einer Zahl zusammen, sodass Lufteigenschaften nicht separat eingegeben werden müssen. Im Imperialmodus entspricht dies 1,08 × CFM × ΔT (°F) für Fühlwärme und 0,68 × CFM × ΔW (grains/lb) für Latentwärme in BTU/h.
Die Gesamtwärme ist die Summe aus Fühl- und Latentwärme; das Fühlwärmeverhältnis (SHR) ist Fühlwärme geteilt durch Gesamtwärme. Ein niedriges SHR zeigt an, dass ein großer Teil der Kühlleistung zur Entfeuchtung statt zur Temperatursenkung aufgewandt wird — wichtig beim Gerätevergleich für feuchte Klimazonen. Sind beide Anteile null, ist das Verhältnis mathematisch undefiniert und wird als Strich angezeigt.
SHR ist das Verhältnis von Fühlwärme zu Gesamtwärme. Es zeigt, wie viel der Kühlenergie zur Temperatursenkung und wie viel zur Feuchtigkeitsentfernung aufgewendet wird.
Ein höherer Volumenstrom erhöht die Gesamtwärmeübertragungskapazität. Die Wärmelastberechnung hängt stark vom Massen- oder Volumenstrom (CFM oder L/s) der Luft ab.
Wird nur die Fühlwärme berücksichtigt, entfernt das System nicht genug Feuchtigkeit, was zu einem kühlen, aber feuchten und unkomfortablen Raumklima führt.
Ja. Obwohl üblicherweise für gewerbliche Lüftungsgeräte verwendet, gelten dieselben thermodynamischen Grundsätze auch für die Auslegung von Wohngebäude-Klimaanlagen und Wärmepumpen.